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Frankl über Hunger und Not der Zivilbevölkerung im Ersten Weltkrieg

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History | Ergreifende Erinnerungen

Frankl über Hunger und Not der Zivilbevölkerung im Ersten Weltkrieg

Die Ernährungssituation der Zivilbevölkerung während des Ersten Weltkrieges war katastrophal. Der Psychiater Viktor Frankl (1905–1997), Sohn eines Staatsbeamten, schildert eine für die Wiener Bevölkerung während der Kriegsjahre alltäglich gewordene Qual: das stundenlange Anstellen um die rationierten Lebensmittel, die man aber oft trotz gültiger Lebensmittelkarten nur dann erhielt, wenn man „rechtzeitig“ bei den Geschäften oder Märkten war. Während der junge Frankl sich über Nacht um Kartoffel anstellt, wird er um 7.00 Uhr morgens von seiner Mutter abgelöst. Sie stellt sich weiter an, während er zur Schule geht. Das Unvermögen der Behörden, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, hatte dramatische Konsequenzen. Sie führte zu einer massiv erhöhten Kindersterblichkeit und einer generellen Unterernährung, die parallel mit Pandemien („spanische Grippe“) allgemein zu einer erhöhten Sterblichkeit führte. Die mangelhafte Lebensmittelversorgung war einer der Hauptgründe für den Zusammenbruch der Habsburger-Monarchie 1918.

Sendung: Österreich I & Österreich II
Gestalter: Hannes Zimmermann

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