Aus dem Rahmen Spezial: 100 Jahre Erster Weltkrieg

Aus dem Rahmen Spezial: 100 Jahre Erster Weltkrieg

59:24 Min.
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Aus dem Rahmen Spezial: 100 Jahre Erster Weltkrieg

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Den Beginn machen die gerade eben erst neu eröffneten Räume des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Der Direktor des Hauses, Christian Ortner, führt Karl Hohenlohe durch die fast 1.500m² große Ausstellungsfläche und verrät, über welche Objekte der Ausstellung er besonders stolz ist. Jedenfalls imposant ist die 81 Tonnen schwere Haubitze, die 1918 an der Westfront eingesetzt wurde. Das überschwere Geschütz bildete damals die Spitze der technischen Möglichkeiten im Geschützwesen - bis zu 15 Kilometer weit ließ sich damit schießen.

Ein weiteres Vorzeigeobjekt der über 2000 Ausstellungsstücke ist der gut erhaltene zweisitzige Doppeldecker Albatros B II - ein Aufklärungsflugzeug, das eine Reichweite von etwa 400 Kilometer schaffte. Rund 5.200 solcher Maschinen standen der k.u.k Armee während dem zweiten Weltkrieg zur Verfügung; über Waffensysteme verfügte man dabei noch nicht. Die Piloten hatten nur ihre Handfeuerwaffen, um die feindlichen Flugzeuge zum Absturz zu bringen.
Den nach wie vor bedeutendsten Raum der Ausstellung bildet der „Sarajevo-Saal“. Hier befinden sich die Tatwaffen, die mit des Thronfolgers Blut befleckte Uniform und natürlich der Wagen, in dem das
Thronfolgerpaar durch die Straßen Sarajevos fuhr. Das Einschussloch in der Seitentür zeugt noch heute von dem Attentat, welches in Folge die Juli-Krise auslöste.
Auf seinem Rundgang folgt Karl Hohenlohe der letzten Reise des Thronfolgers nach Schloss Artstetten. Hier wurde er eine Woche nach seiner Ermordung in der Familiengruft beigesetzt. Seine Urenkelin Anita Hohenberg wohnt heute noch auf dem Anwesen, das mittlerweile auch als Museum fungiert. Mit ihr spazieren wir durch den angelegten Schlosspark und erfahren, warum der Thronfolger Franz Ferdinand um seine große Liebe kämpfen und dafür auch Opfer bringen musste.
„Sisi“ und Bad Ischl - Die ehemalige Sommerresidenz des Kaiserpaares zieht heute vor allem Touristen und Schulgruppen an, dabei wohnen auch hier noch die Nachfahren Kaiser Franz Josefs. Gemeinsam mit seinem Urenkel Markus Habsburg-Lothringen lassen wir uns durch die berühmte Kaiservilla führen. Hier steht auch heute noch der Schreibtisch, an welchem die Kriegserklärung an Serbien unterzeichnet wurde. „An meine Völker“ - so lautete der Titel dieses Manifests, mit dem der Krieg in Europa begann.