Phänomen Nahtod

Phänomen Nahtod

33:18 Min.

Phänomen Nahtod

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Phänomen Nahtod

33:18 Min.
Eine Dokumentation über Menschen die den Nahtod erlebt haben und Menschen die sich als Wissenschafter mit dem Phänomen Nahtod beschäftigen.

Sendung: "kreuz und quer"
Wie soll man über etwas sprechen, für das es keine Worte gibt? Es wird meistens vom Verlassen des Körpers, vom Bad im göttlichen Licht, dem Erleben kosmischer Harmonie und von Begegnungen mit Verstorbenen berichtet, wenn es um die Erfahrungen jener geht, die knapp „wieder ins Leben zurückgeholt wurden“. Jenseits von Spekulationen um den Wahrheitsgehalt oder um die kulturelle Determiniertheit solcher Berichte steht fest, dass Nahtoderlebnisse mehr als nur einschneidend für die Betroffenen sind und in vielen Fällen zu positiven Veränderungen in der Lebensgestaltung und dem Umgang mit dem Tod führen.



Nahtoderlebnisse werden gerne als “Schlüssellochaufnahmen” aus dem Jenseits bezeichnet. Dass diese religiöse Dimenison nur eine der möglichen Lesarten ist, liegt auf der Hand. Während noch in den 1960 Jahren eine gewisse Ignoranz diesen Fragen gegenüber bestand, hat sich mittlerweile eine Industrie um die Deutungshoheit von Nahtod-Phänomenen entwickelt. Das Thema fasziniert die Menschen: „Esoteriker“ und „Spirituelle“ sowieso, aber vermehrt auch Psychologen, Medizinerinnen und Naturwissenschafter.



Immerhin geht es hier um die letzten Geheimnisse: um die Frage nach Leben und Tod, die Frage nach einer Existenz der „Seele“ oder eines „Bewußtseins“ und die Frage, gibt es ein Leben nach dem Tod. Die Bandbreite der Spekulationen ist groß. Fakt ist aber auch: es gibt Vieles, was die moderne Medizin trotz intensiver Forschung heute nicht erkären kann, aber auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften sind vorsichtig in Bezug auf Nahtod-Erlebnisse, weil sie sich damit auf theologisch dünnes Eis begeben müssten.



Der Film lässt jene zu Wort kommen, die aus der eigenen intensiven Erfahrung berichten können: Sabine Mehne, Buchautorin und Mutter von drei Kindern: aufgrund ihrer schweren Erkrankung stand sie 1995 kurz vor dem Tod und erlebte äußerst einschneidend und bis heute nachhaltig wesensverändernd, wie ihr Geist - so sagt sie - den Körper verließ. Oder der Taucher Bernhard Marmorstein, der 2004 bei einem tragischen Unfall im Attersee verunglückte, knapp dem Tode entkam und wiederbelebt werden konnte. Er beschreibt auch dunkle Gefühle und Ängste beim Übergang in die – wie er es nennt - „andere Welt“.



Zudem wird das Phänomen auch aus einer kultursoziologischen (Ina Schmied-Knittel), einer christlich/theologischen (Andreas Resch, Ulrich Körtner), einer medizinisch/neurologischen (Dirk Proeckl) und einer psychologischen Sicht (Engelbert Winkler) betrachtet.



Ein Film von Michael Ginthör
Redaktion: Barbara Krenn