Missbrauchsskandal Forschungsprojekt

Missbrauchsskandal Forschungsprojekt

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Missbrauchsskandal Forschungsprojekt

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Die Ergebnisse von Forschungsarbeiten zeigen auf, wie stark Opfer des sexuellen Missbrauchs in der Kirche an den Spätfolgen zu leiden haben.

Das Thema „Missbrauch“ beschäftigt auch weiterhin die römisch-katholische Kirche: Erst vor wenigen Tagen hat Papst Franziskus verlauten lassen, man werde demnächst eine eigene Vatikan- Kommission zur „Pädophilie-Vorbeugung“ einrichten. Die Hauptziele: die Betreuung von Missbrauchsopfern, die Erstellung von Leitlinien zur Prävention und die intensivere Schulung von kirchlichen Mitarbeitern. Mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in den Reihen der katholischen Kirche in Österreich ist seit Jahren die Unabhängige Opferschutzanwaltschaft unter der Leitung von Waltraud Klasnic beschäftigt. Mehr als 1400 Anliegen – viele Fälle reichen 50 bis 60 Jahre zurück - konnten bisher behandelt und abgeschlossen, freiwillige Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe ausbezahlt werden. Der kürzlich erschienene Sammelband „Missbrauch und Gewalt“ sei so etwas wie eine „Zwischenbilanz“ der Arbeit der Kommission, so Herausgeberin Waltraud Klasnic. Ein Forschungsteam der Fakultät für Psychologie der Universität Wien hat diesen Prozess der Aufarbeitung wissenschaftlich begleitet. Dabei ging es nicht zuletzt darum, Zusammenhänge zwischen dem Missbrauch im Kindesalter und Langzeitfolgen bis ins hohe Alter deutlich zu machen. So entstanden im Rahmen dieser Studie auch mehrere Diplomarbeiten. Der aktuelle „Orientierung“-Beitrag hat sich mit dieser Forschungsarbeit beschäftigt. Außerdem kommen zwei Betroffene zu Wort, die sich bei uns gemeldet haben, um auch mit ihrer Stimme zur weiteren Aufklärungsarbeit beizutragen.



Mehr dazu:
- Sendungsprofil "Orientierung"
- Lexikon (religion.ORF.at): Christentum