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Unterhaltung | Gerhard Bronner

Die besten Fernsehmomente

Er wirkte maßgeblich am humoristischen Wiederaufbau eines von Minderwertigkeitskomplexen und Verdrängungssymptomen gezeichneten Landes mit: Gerhard Bronner. Mit Kabarettsendungen wie dem "Guglhupf" oder "Zeitventil" leistete er Pionierarbeit, indem er mit kreativen MitstreiterInnen jegliche Beißhemmung in Rundfunk und Fernsehen abschaffte. Er war eine kontroversielle Figur in der österreichischen Kulturszene, dessen Einfluss lange spürbar war. ORF III zeigt nun aus verschiedenen Produktionen - "Zeitventil", "Guglhupf", "Showfenster" und "Die große Glocke" die besten Momente.
Ab Herbst 1957 begann der ORF mit der Eigenproduktion von kabarettistischen TV-Sendereihen. Dazu gehörte ab 1963 auch "Das Zeit-ventil: Das aktuelle Fernsehbrettl" von Gerhard Bronner und Peter Wehle. Mitwirkende waren u. a. Max Böhm, Heinz Holecek, Dolores Schmidinger oder Kurt Sobotka. Das "Zeitventil" verstand sich als politisches Kabarett und thematisierte in zahlreichen Beiträgen aktuelle politische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen.
Ursprünglich war der "Guglhupf" eine satirische Sonntagssendung des Hörfunksenders Ö1, einige Folgen wurden Anfang der 80er Jahre auch für das Fernsehen umgesetzt. Gemeinsam mit Lore Krainer, Peter Wehle oder Kurt Sobotka ließ man das politische, mediale und gesellschaftliche Wochengeschehen mit Liedern, Sketches und pointierten Conferencen satirisch Revue passieren.