Shaul Schpilmann: Als ob sich die Hölle geöffnet hätte

Shaul Schpilmann: Als ob sich die Hölle geöffnet hätte

28:51 Min.

Shaul Schpilmann: Als ob sich die Hölle geöffnet hätte

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Shaul Schpilmann: Als ob sich die Hölle geöffnet hätte

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Shaul Schpilmann wurde 1931 als einziges Kind einer jüdischen Familie in Wien geboren. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde die Familie enteignet und 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie 1943 ins KZ Auschwitz-Birkenau transportiert. Die Ankunft in dem Vernichtungslager beschreibt Schpilmann als Hölle, die sich plötzlich vor ihm auftat. Seine Großmutter und Mutter überlebten diese Hölle nicht. Auch Schpilmanns Vater kam im Holocaust ums Leben. Shaul Schpilmann erzählt, wie er auf sich alleine gestellt in Auschwitz-Birkenau zurückblieb und dort als Kind Schwerstarbeit verrichten musste. Er entkam einer „Selektion“ durch den Lagerarzt Josef Mengele und überlebte den Todesmarsch nach Westen im Zuge der Räumung des KZ Auschwitz ab Jänner 1945. Über das KZ Mauthausen kam Schpilmann ins Mauthausen-Außenlager Melk und dann weiter ins KZ Gunskirchen. Dort erlebt er 13-jährig schließlich die Befreiung durch US-amerikanische Truppen. Wie der ebenfalls in diesem Video-Archiv vertretene Daniel Chanoch und Jehuda Gurwich ist auch Shaul Schpilmann einer jener Überlebenden der „131 Buben“, die in Gunskirchen befreit wurden. Die Solidarität und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe rettete auch ihm das Leben. Nach dem Krieg baute sich Shaul Schpilmann ein neues Leben in Palästina auf.

Sendung: Die letzten Zeitzeugen Teil 4. Interviews mit Überlebenden des Holocaust
Interviewer: Ernst Pohn