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Karl Mark: „Ich bin von heute ab ein ‚Roter Hund‘.“

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History | Ergreifende Erinnerungen

Karl Mark: „Ich bin von heute ab ein ‚Roter Hund‘.“

Karl Mark (1900–1991) berichtet vom frauenpolitischen Engagement seiner Mutter, vom politischen Klima in der Monarchie und von seinem eigenen politischen „Erweckungserlebnis“: der Ermordung des sozialdemokratischen Gemeinderats Franz Schuhmeier am 11. Februar 1913 durch den christlichsozialen Paul Kunschak. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt für ihn unerwartet – bis zum letzten Moment hatte der junge Mark gehofft, dass der Generalstreik der Arbeiter ein Blutvergießen verhindern würde.

Franz Schuhmeier (1864–1913) war bis zu seiner Ermordung die führende Figur der Sozialdemokratie in Wien und Gründer und Obmann der Ottakringer Bezirksorganisation. Gemeinsam mit Jakob Reumann zählte er zu den ersten Sozialdemokraten, denen es 1900 gelang, in den Wiener Gemeinderat gewählt zu werden. Im Gemeinderat galt als größter Gegenspieler des Wiener christlichSsozialen Bürgermeisters Karl Lueger. Seine Beerdigung am 16. Februar 1913 mit bis zu einer halben Million Trauergästen wurde zur bis dahin größten Demonstration in der Geschichte Wiens.

Der internationale Sozialistenkongress in Stuttgart 1907 hatte eine Resolution verabschiedet, wonach die Arbeiterparteien „durch die Anwendung der ihnen am wirksamsten erscheinenden Mittel den Ausbruch eines Krieges“ verhindern sollten. Ob zu diesen Mitteln auch ein Generalstreik zählte, war umstritten. Die Erwartung und Hoffnung vieler Sozialisten am Vorabend des Ersten Weltkriegs war jedenfalls, dass ein solcher Generalstreik möglich und wünschenswert wäre und er einen Kriegsausbruch auch verhindern könnte. Diese Hoffnungen bewahrheiteten sich jedoch nicht.

Gestalterin: Rubina Möhring

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