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Seit einiger Zeit herrscht in den Schulen wieder Regelbetrieb. Nach den Anlaufschwierigkeiten der Zentralmatura sind wir gespannt, welche Debatten rund um das österreichische Bildungssystem in diesem Schuljahr auftreten werden. Pädagogen, Eltern und Politiker sind sich in einer zentralen Frage häufig uneins: Wie kann bestmögliche Schulbildung ohne kontinuierlich ansteigendem Leistungsdruck ermöglicht werden? Und was tun angesichts der Schwierigkeit der Suche nach guten, neuen Lehrern? In diesem Jahr wurden an den Pädagogischen Hochschulen viele Bewerber abgewiesen, da ihre Deutschkenntnisse nicth ausreichend waren. Zum Thema "Bildung" hat Heinz Sichrovsky ganz besondere Gäste geladen. Der bedeutende Genetiker und Autor Markus Hengstschläger tritt dafür ein, einzigartige Talente zu fördern; das Streben nach Durchschnitt und der herkömmlichen Norm erachtet er als Sackgasse. Mit seinem Dokumentarfilm und gleichnamigen Buch "Alphabet" hat Regisseur Erwin Wagenhofer die Bildungsdebatte neu befeuert. Wie kann es sein, dass 98% der Neugeborenen hochbegabt sind, jedoch nach Beendigung ihrer Schullaufbahn nur noch 2% davon übrig bleiben? Wagenhofer geht dieser spannenden Frage nach. Weiters zu Gast bei Heinz Sichrovsky ist Bildungsexpertin Heidi Schrodt, die erst kürzlich ein neues Buch über Schule und Migration in Österreich veröffentlicht hat. Darin beschreibt sie die Institution Schule als Spielball zwischen Gewerkschaft und Bundesministerium und legt ein besonderes Augenmerk auf die positive kulturelle Vielseitigkeit, die durch Migration ermöglicht wird. Künstler und Multitalent André Heller spricht einerseits über persönliche Erfahrungen in der Schule und über die Talenteförderung und andererseits als Freund des im Juli verstorbenen Schauspielers Gert Voss. Ihm zu Ehren erschien das Buch "Gert Voss auf der Bühne", über das Heller erzählen wird.