Englands schönste Gärten: Der Charme von Arts & Crafts

Englands schönste Gärten: Der Charme von Arts & Crafts

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Englands schönste Gärten: Der Charme von Arts & Crafts

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Karl Ploberger reist in der neuesten Ausgabe der englischen Gartenreihe in den Westen Südenglands und macht sich auf die Spur der „Arts & Crafts“ Bewegung. Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, war es das Bestreben, Architektur, Literatur, Musik und eben auch die Gartenbaukunst zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen.



Wisley



In England hat diese Epoche eine Richtung weisende Gartenarchitektur hervorgebracht, die noch heute die Ideale dessen verkörpert, was bei vielen Gartenbegeisterten als typisch englischer Garten verstanden wird.
Die Grafschaften von Wales und das angrenzende Gloucestershire waren von jeher beliebte Sommerfrische, exklusive Gegenden mit ebensolchen Anwesen. Karl Ploberger besucht eine Reihe von Gartenanlagen, die jede für sich eine Besonderheit darstellt und spricht auch mit deren leidenschaftlichen Gärtnern und Gärtnerinnen.



High Glanau



Wyndcliffe Court ist im Besitz einer Künstlerin, sie hat mehrere ihrer Skulpturen im Garten aufgestellt. Der eigentliche Garten mit seinen Eibenhecken und Treppen, den Staudenbeeten und Rasenflächen liegt quer vor dem Haus und verschmilzt in seinen Randbereichen langsam mit der umgebenden Natur. Kamelien, Rhododendren und Azaleen blühen prachtvoll und lassen so manchen Besucher vor Neid erblassen.
High Glanau ist eines jener Anwesen, die unter die typischen Gärten der Arts & Crafts - Bewegung einzureihen sind. Selbst heute noch, mehr als ein Jahrhundert später, vermitteln ihr Design, ihr Bepflanzungsschema und ihr großzügiges, in die umgebende Landschaft übergehendes Layout die Zeitlosigkeit der Gartenideen von damals.



Rodmarton Manor



Die Reise führt noch weiter zu anderen Gartenparadiesen u.a. nach Rodmarton Manor, einem Musterbeispiel aus der Hochblüte der Arts & Crafts-Bewegung. Eine ganze Künstler- und Handwerkerkolonie hat hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts gearbeitet, das Haus erbaut und den Garten angelegt. Als Gegenbewegung zur industriellen Massenfertigung mit ihrer dürftigen Gestaltungsqualität und als Kampfansage an die im viktorianischen Zeitalter so beliebten Teppichbeete. Mittlerweile mehr als 100 Jahre alt und zu einem Gutteil noch mit der Originalbepflanzung was Hecken und Bäume betrifft. Ein zeitloses Juwel, das in einem ganzen Jahrhundert nichts von seinem ursprünglichen Charme eingebüßt hat.