Geschichte der Volksgruppen

Geschichte der Volksgruppen

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Geschichte der Volksgruppen

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Wie kein anderes Bundesland ist das Burgenland geprägt von seiner ethnischen Vielfalt. Das friedliche Neben- und Miteinander von Kroaten, Ungarn, Roma und Deutschen ist beispielhaft. Ein deutliches Signal dafür sind die zweisprachigen Ortstafeln, die 1999 aufgestellt wurden. Derzeit gibt es in 47 kroatisch- und vier ungarischsprachigen Gemeinden zweisprachige Ortstafeln. Vor allem die burgenländischen Kroaten - sie sind in Österreich mit mehr als 25000 Angehörigen laut Volkszählung von 1991 zahlenmäßig die stärkste Volksgruppe - haben vehement auf die Aufstellung gedrängt. Tamburizzagruppen werden gerne zu festlichen Anlässen eingeladen. Zentren der ungarischen Volksgruppe sind die Stadtgemeinde Oberpullendorf und der Bezirk Oberwart. Die Burgenland- Ungarn sind zahlenmäßig mit 5000 Angehörigen zwar nur mehr eine kleine Gruppe, sie sind aber sehr aktiv. Die dritte wichtige Volksgruppe des Landes ist die der Roma. Vor 1938 lebten immerhin 8000 Roma im Burgenland. Ein Großteil von ihnen wurde durch das Naziregime umgebracht. Nur wenige Roma kehrten wieder in das Burgenland zurück. Seit dem Jahre 1993 sind die burgenländischen Roma als eigene Volksgruppe anerkannt.

Sendung: Burgenland Heute
Moderatorin: Elisabeth Pauer
Gestaltung: Anton Fennes